Baustelle Pantheon

Die „Baustelle Pantheon“, von welcher uns Prof. Gerd Heene berichtet, hat über Jahre in seinem Kopf gearbeitet.
Je virtuoser er das Bauwerk mit seiner kombinatorischen Gabe bespielte, umso erstaunlichere Zusammenhänge ließen sich in dem komplexen Baugefüge nachzeichnen.
Mit der gleichen Gewissenhaftigkeit und Faszination, mit der er über Jahrzehnte an seinen eigenen realisierten Bauprojekten nach einfachen und kompromisslosen Lösungen gesucht hat, deckt er in der Partitur des Pantheon bisher ungeklärte Details auf. Seine dreidimensionale Entdeckungsreise durch die Innereien des Kuppelbaus tragen geradezu kriminalistische Züge.

Je höher sich das Gedankengerüst Heenes über die Baustelle spannt,
desto frappierender greifen alle Details ineinander.
Die Geheimnisse des „Tatorts“ und der Beteiligten wurden auf begeisternde Weise
für den Leser in Form vieler – geradezu akrobatischer – Handskizzen verdeutlicht.

Ohne Leidenschaft wäre diese „Rückwärtsplanung“ nicht geglückt.
Sie ist in sich kompromisslos und bestechend schlüssig.
Der Mut, mit dem sie bis zu Ende gedacht wurde, verdient große Bewunderung.

Ich bin sehr dankbar, in diesen Prozess so intensiv involviert gewesen zu sein
und möchte das Buch allen Rom-Fans zur Lektüre ans Herz legen.

Isabel Droste zu Senden
Berlin, Dezember 2005

Baustelle Pantheon
Bearbeitung, Manuskript und Druckfassung: Isabel Droste zu Senden
Auflage 2003, 2. erw. Auflage 2008, Verlag Bau + Technik (vergriffen)